Pressemitteilung

Junges Hamburger Unternehmen will Kliniken und Pflegeeinrichtungen entlasten

16. February 2021
  • Amesol bietet 360-Grad-Lösung zur nachhaltigen Qualifizierung, Integration und Gewinnung von Pflegefachkräften aus dem Ausland.

  • Amesol Akademie startet mit von der Stadt Hamburg zugelassenen Amesol-Trainee-Programm (ATP).

  • Angebot sorgt für Steigerung der Zufriedenheit der gesamten Teams.


Das deutsche Gesundheitswesen benötigt dringend und in großer Zahl qualifizierte Pflegefachkräfte. So manche Einrichtung arbeitet seit Jahren an oder über der Belastungsgrenze. Das junge Hamburger Unternehmen Amesol unterstützt Kliniken und Pflegeeinrichtungen jetzt mit einem neuen, ganzheitlichen Ansatz zur Qualifizierung, Integration und Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland, sowie zur Steigerung der Zufriedenheit der gesamten Teams. Dabei verfolgt Amesol einen bisher einzigartigen 360-Grad-Ansatz: So werden die neuen Pflegekräfte nicht nur qualifiziert und sprachlich geschult, sondern auch gemeinsam mit den Arbeitgebern und Teams in den Kliniken und Langzeitpflegeeinrichtungen psychosozial gecoacht und begleitet. Um die mitunter überlasteten Teams zu stärken, werden die Leistungen der Amesol Akademie auch ohne etwaigen Integrationsbedarf neuer ausländischer Kolleginnen und Kollegen angeboten.

„Die Suche nach langfristig geeigneten Pflegefachkräften ist für viele Kliniken und Pflegeinrichtungen ein Problem. Offene Stellen für Pflegfachkräfte bleiben durchschnittlich ein halbes Jahr vakant“, sagt Amesol-Geschäftsführer Moritz Büning. „Diese Lücke lässt sich ohne effektive und langfristig ausgerichtete Modelle zur Integration von Pflegekräften aus dem Ausland sowie zur Steigerung der Zufriedenheit der Teams hierzulande nicht schließen. Wir wollen Kliniken und Pflegeeinrichtungen entlasten und sie dabei unterstützen, den künftigen Personalbedarf nachhaltig zu decken.“

Bei Amesol arbeiten praxis- und wissenschaftserfahrene Expertinnen und Experten aus Gesundheit, Politik und Wirtschaft sowie systemische Coaches und Dozentinnen und Dozenten der Pädagogik, Psychologie und Sprache, um das Vorbereiten, Ankommen, Qualifizieren und Einarbeiten der Pflegekräfte in Deutschland umfassend zu begleiten und zu verbessern sowie die Zufriedenheit der Teams zu steigern. Darüber hinaus verfügt Amesol über ein internationales Netzwerk zur Gewinnung und Schulung kompetenter Pflegefachkräfte. So bringt Amesol in Kooperation mit seinen Partnern in Asien, Südamerika und EU-Drittländern geeignete Fachkräfte mit Kliniken und Pflegeeinrichtungen zusammen.

Sprachausbildung im Herkunftsland, staatliche Anerkennung und praxisorientierte Integration


Herzstück des Modells ist die Amesol Akademie, die mit dem bislang einzigartigen Amesol-Trainee-Programm (ATP) die Qualifizierung sowie Personalentwicklung von Fachkräften in Anerkennung nach den Vorgaben des neuen Pflegeberufegesetzes anbietet. Als erstes Bundesland hat die Stadt Hamburg dem ATP die Zulassung im Dezember 2020 erteilt. Die Gespräche für die Zulassung in weiteren Bundesländern laufen.

In den Heimatländern kümmern sich die Partnerunternehmen von Amesol neben formaljuristischen Themen wie der Visabeantragung bereits um die Sprachausbildung. Ist das gesetzlich vorgegebene Deutsch-B2 erreicht, beginnt das Amesol-Trainee-Programm, indem per Fernstudium erste Inhalte vermittelt werden. In Deutschland angekommen, läuft das ATP praxisbegleitend sechs- bis acht Monate in wöchentlich stattfindenden Workshops an der Amesol Akademie. Inhalte sind neben der gesetzlich vorgeschriebenen Qualifizierung, die von Amesol entwickelte praxisbezogene Sprachförderung sowie psychosoziale Coachings zur Verbesserung der Kommunikations- und Interaktionsprozesse für die Trainees als auch für den Arbeitgeber und dessen Team.

Am Ende der Qualifizierung durch das ATP steht die Berufszulassung als Pflegefachkraft für einen neuen Kollegen oder eine neue Kollegin, der oder die sich bereits im Team integriert und den alltäglichen Anforderungen gewachsen fühlt. Insbesondere letzteres gilt auch für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bereits hierzulande Pflegefachkraft sind.

„Wir beziehen ganz bewusst auch die Arbeitgeber und die Pflegeteams aktiv mit ein. So ermöglichen wir von Anfang an eine nachhaltige Integration, die Entlastung der Teams und stellen die Weichen für ein langfristiges Arbeitsverhältnis“, sagt Doris Thömen-Suhr, Direktorin Qualifizierung & Integration bei Amesol. „Unsere gezielte, strategisch angelegte Personalentwicklung mit klarer Motivations- und Partizipationsausrichtung geht mit den Pflegenden vor Ort – als Träger des Systems – wirkungsvoll in Kontakt und leistet damit mehr als ‚nur‘ Integrationshilfe.“ Thömen-Suhr und Team haben in einem öffentlich geförderten Pilotprojekt am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) wie auch in anderen Anpassungsmaßnahmen an verschiedenen Kliniken und Einrichtungen bereits über 300 Fachkräfte in Gesundheitsfachberufen durch eine Anpassungsqualifizierung integriert und ihnen zur Anerkennung verholfen.

Administration, Koordination und Kommunikation aus einer Hand


Mit maßgeschneiderten Modulen und Rundumbetreuung im gesamten Prozess sorgt Amesol für die unkomplizierte Besetzung offener Stellen. Amesol übernimmt große Teile der Administration sowie die Koordination und Kommunikation mit allen zuständigen Stellen und entlastet damit die jeweiligen Abteilungen sowie verantwortlichen Führungskräfte.

Mit Ulrike Steinecke konnte Amesol-Geschäftsführer Büning zum Start eine erfahrene Expertin für sein Team gewinnen. „Die Idee von Amesol hat mich direkt überzeugt und wird in den nächsten Jahren für viele Kliniken und viele Kolleginnen und Kollegen in der Pflege einen Unterschied machen“, erklärt Steinecke, Direktorin Cooperations & Public Affairs. „Wir verbinden hier einen werteorientierten, ganzheitlichen Blick auf den Menschen mit Praxiskompetenz im pflegerischen Alltag. Unsere Vision ist, dass wir mit Hilfe unserer Arbeit dem Pflegeberuf insgesamt zu mehr Attraktivität verhelfen und dadurch langfristig zur Reduzierung des Fachkräftemangels beitragen.“